Warning: Creating default object from empty value in /mnt/george/var/work/xarch_vhost/vhost/phil.xarch.at/www/wp-content/plugins/cleaner-gallery/cleaner-gallery.php on line 84 Philipp Mueller Portfolio » Der TURM muss bleiben

Der TURM muss bleiben

Anlässlich des bevorstehenden full faculty- meetings am 23.01. möchten wir die Problematik rund um die Zeichensäle und im speziellen die Situation des AZTurm zur Sprache bringen.

Nach einer breiten Diskussion dieser Thematik 2002 / 2003 (nachzulesen auch in der Publikation „open 24hours“, erschienen im Selene Verlag) schien ein weitgehender Konsens für den Erhalt der Grazer Architekturzeichensäle gefunden. Als Freiräume für einen kreativen Austausch zwischen Studenten unterschiedlicher Semester bis hin zum Diplomanden und als Orte des Erlernens von für den Architektenalltag wichtigen kommunikativen Fähigkeiten haben die Zeichensäle über die Jahre viele renommierte Architekten und Architekturbüros hervorgebracht und das Bild der Grazer Architekturfakultät wesentlich geprägt.

Im aktuellen Prozess der Erweiterung der Fakultätsflächen hat die Forderung nach mehr Zeichensaalplätzen keine angemessene Berücksichtigung gefunden. Vielmehr wird die längst fällige (und begrüßenswerte) Einrichtung einer allgemein zugänglichen Modellbauwerkstatt als Rechtfertigung herangezogen, die vorhandenen Zeichensaalflächen zu verringern. Konkret droht dem AZTurm durch die angekündigte Zusammenlegung mit dem AZ0 ein Verlust von ca. 40% seiner Fläche, das entspricht 12 Arbeitsplätzen. Wir sehen den vollständigen Erhalt der vorhandenen, bei weitem nicht ausreichenden Zeichensaalplätze als unabdingbar. Der AZTurm muss in seinem derzeitigen Flächenumfang, einschließlich der geschaffenen Infrastruktur, und in räumlicher Nähe zur Alten TU erhalten bleiben!

Diese Position werden wir auf den anstehenden Veranstaltungen vertreten und würden uns darüber hinaus eine breite Diskussion der Frage wünschen, wie an unserer Fakultät zusätzliche studentische Arbeitsplätze geschaffen werden können.

uns unterstützen:
Prof. Dipl.Ing. Günther Domenig
Prof. Dipl.Ing. Volker Giencke
Bramberger Architects
Dipl.Ing Markus Pernthaler
Dipl.Ing Thomas Pucher
Innocad Architektur
Purpur.Architektur
Splitterwerk
Prof. Dipl.Ing Ernst Hubeli
Prof. Dipl.Ing. Roger Riewe
Dipl.Ing. Klaus Gatner
Studierendenvertretung Architektur TU Innsbruck
Studierendenvertretung Architektur TU Wien
Studierendenvertretung Architektur TU Graz
Instyria (Kultur Serviece GmbH)
Dr. Kurt Flecker (Land Steiermark FB Kultur)
Österreichische Gesellschaft für Architektur
Das Haus der Architektur Graz
nextroom.at
Forum Stadtpark Graz
Gat.st
Artimage

Abschließend aus dem Buch „open 24h“ noch zwei dreist aus dem Zusammenhang gerissene Zitate:

„…Für mich kann es nur eine einzige Forderung geben, die heißt: Für jeden Studenten und jede Studentin einen Zeichensaalplatz.“ Roger Riewe

„Wenn Hans Hollein sagt, alles ist Architektur, und damit meint, das man aufhören muss, Architektur in Kategorien von Gebautem und Häusern zu denken und dies dem ganzheitlichen Berufsbild des Generalisten entspricht, dann ist dies sicherlich ein wesentlicher Gedanke, der im Zeichensaal vermittelt wird. Denn Zeichensaal wird zum Leben, nämlich Studieren, Lernen, Denken, Essen, Feiern, Diskutieren, Schlafen, Streiten, Lieben. Dieses Leben mit all seinen Facetten wird dann zur Architektur, nämlich zu Projekten und Konzepten, die in diesem Umfeld entstehen. In der Folge ergibt dies für mich eine Ausbildung, die Absolventen hervorbringt, die Architektur sozusagen verinnerlicht haben, für die alles Architektur ist bzw. Architektur alles. Um diese Haltung zu begründen, möchte ich zurückschauen in die unmittelbar ersten Semester meines Studiums, wo ich noch in keinem Zeichensaal war (…) Ich habe also Vorlesungen und Seminare besucht, wobei ´besucht´ in diesem Zusammenhang genau das richtige Wort ist: das größtmögliche Service zu genießen und danach wieder heimzufahren. (…) Wenn immer wieder davon gesprochen wird, das in den Zeichensälen autodidaktisch gearbeitet wird, dann glaube ich viel mehr, dass dieses Studium (…) am Beginn meines Studiums ein autodidaktisches war, wenn man unter einem Autodidakten jemanden versteht, der sich sein Wissen allein zu Hause im stillen Kämmerchen aneignet. Im Zeichensaal habe ich mich dann in einer Situation wiedergefunden, in der man merkt, das die Architektur immer mehr beginnt, sich das Leben anzueignen, und dadurch entsteht Begeisterung. Und mit dieser Begeisterung gehen die Dinge leichter. Was man auch relativ schnell mitbekommt, ist Architektur in ihrer ganzen Bandbreite – einerseits inhaltlich, andererseits durch Personen im Zeichensaal. Ich glaube, die Erfahrungen im Zeichensaal sind für mich auch deshalb wichtig gewesen, weil Architektur wahrscheinlich einer der wenigen Bildungswege ist, der sehr viele Wissensbereiche streift, nämlich von der Technik zur Kunst, von der Wissenschaft zur Kreativität, vom Materiellen und Objektiven zum Geistigen und Subjektiven. Im Alleingang zu Hause ist es mehr oder weniger unmöglich, diese Dinge zu lernen.“ Burkhard Schelischansky.



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